Abraxas digitalisiert die Ordnungsbusse im ruhenden Verkehr

Seit Beginn des Ordnungsbussenwesens gehören «Block und Bleistift» zur Grundausrüstung eines jeden Polizisten auf der Strasse. Nun haben Handy und Tablet als persönliche Assistenten Einzug gehalten und ersetzen folgerichtig das Papier. Von der Erfassung der Busse bis zur Bezahlung können Ordnungsbussen jetzt digital verarbeitet werden. Natürlich sind konventionelle Zahlungsmethoden noch immer möglich.

Seit Beginn der Kontrolle, insbesondere auch des ruhenden Verkehrs, war der Bussenblock das zentrale Arbeitsmittel des Polizisten. Sofern die Art des Verstosses dies vorsieht, erhält der Klient von Rechts wegen einen Einzahlungsschein zur Bezahlung desselben. Sofern die Zahlung innert der vorgesehenen Frist erfolgt, bleibt er anonym. Die Digitalisierung dieses Prozesses verändert in erster Linie die Arbeitsmittel.

Falls ein Tatbestand besteht, kann der Verstoss mit der Bussen-App der Abraxas nun elektronisch erfasst werden. Die zentrale Rolle spielt dabei ein QR-Code, der auf die Busse referenziert und in der weiteren Abwicklung des Falles eine zentrale Rolle spielt. Er enthält – nebst der einmaligen Fall-Nummer (Bussen-Nr.) – eine URL als digitale Adresse. Der Klient findet diesen QR-Code als Beleg an seiner Windschutzscheibe und hat nun in der Folge mehrere Möglichkeiten, diese Busse zu bezahlen.

Die Bussen-App erlaubt das erfassen und bezahlen von Ordnungsbussen mittels Smartphone.

Prozessoptimierung mittels Smartphone

Die Beamtin oder der Beamte kann nun – wenn ein Verstoss festgestellt und geahndet wird – mittels Smartphone oder Tablet und der Bussen-App aus mehreren Quellen notwendige Informationen zur Situation einholen und die Busse erfassen. Dabei werden sie von Verbindungen zu MACS, dem mobilen Fahndungssystem, oder auch durch individuelle Schnittstellen zur kantonalen MFK oder zu lokalen Parkapplikationen unterstützt.

Der erfasste Verstoss wird sofort zur Ordnungsbussenzentrale übermittelt. Dies erfolgt über gesicherte Kommunikationsstrukturen innerhalb des entsprechenden Polizeikorps. Damit steht der Verstoss für die weitere administrative Bearbeitung zur Verfügung.

Online-Bussenportal mit viel Potenzial

Die zeitgemässe Erfassung von Bussen und die Kommunikation mit dem Klienten verlangt natürlich nach entsprechenden Strukturen in der Ordnungsbussenzentrale. Das wichtigste Element dabei ist ein Bussenportal, das die Interaktion mit dem Klienten gewährleistet. In der Hauptsache dient es der Abwicklung von Zahlungen, es kann optional und nach Massgabe des entsprechenden Polizeikorps aber auch weitere Funktionen, z. B. die Einlieferung von Lenkerangaben oder das Entgegennehmen von Einsprachen, enthalten. Das Bussenportal ist mandantenfähig ausgelegt, wird in einer gesicherten Umgebung von Abraxas betrieben und kommuniziert in der Folge mit der EpsiPol-Applikation des jeweiligen Polizeikorps. Falls gewünscht, kann das Portal auch lokal installiert werden.

Zahlung via Internet

Im Vordergrund steht natürlich die Bezahlung der entsprechenden Ordnungsbusse. Zu diesem Zweck kann der hinterlegte QR-Code gescannt werden, der dann direkt zum entsprechenden Fall führt. Alternativ kann auch die auf dem Beleg aufgedruckte URL benutzt werden, die ebenfalls auf die entsprechende Webseite führt. Die Eingabe der aufgedruckten Fallnummer führt zum gleichen Ergebnis. Die Zahlung erfolgt interaktiv mittels Kreditkarte. Falls das nicht erwünscht ist, kann der Klient einfach mittels Adresseingabe einen Einzahlungsschein bestellen. Sollte innert der angegebenen Frist keine Zahlung via Kreditkarte oder Einzahlungsschein erfolgen, wird der Klient – nach bisher gültigem Regelwerk – entsprechend verzeigt.

Der Klient wird in Zukunft auch die Möglichkeit haben, seine Ordnungsbusse ganz einfach am Postschalter zu bezahlen. Zu diesem Zweck legt er seinen QR-Code-Beleg vor. Die entsprechende Ordnungsbusse wird – via Bussenportal – am Schalter ausgedruckt, dem Klienten vorgelegt und er kann anschliessend einfach mittels Barzahlung, PostCard oder Twint bezahlen. Weitere Funktionen wie Lenkerangaben oder Einsprachen sind dabei nicht aktiv.

Diese Gründe sprechen für die Bussen-App:

  • Der Prozess wird für alle Beteiligten vereinfacht
  • Die Beamten vor Ort profitieren von stets aktuellen Informationen (z.B. Parkbewilligungen)
  • Effizientere, schnellere Erfassung eines Falles
  • Weniger Erfassungsfehler dank Assistenzfunktionen
  • Online-Bezahlung verhindert Fehl- oder Doppelzahlungen
  • Die Beamten verwenden ihr Mobiltelefon und brauchen keine teuren Spezialgeräte
  • Mit der Einführung einer solchen Lösung kommt der Kunde zudem automatisch in den Genuss eines «Online-Bussenportals».