Die eHGP ermöglicht den elektronischen Austausch administrativer Daten von kantonalen Kostenträgern (Gesundheitsdepartementen) und Leistungserbringern (Spitälern, Kliniken und Psychiatrien). Zudem stehen neben dem Basismodul eKoGu die Module eFAKTURA (elektronische Rechnungsübermittlung), eREGISTER (Zugriff aufs Einwohnerregister), eERP (Aufbereitung der Auszahlung) inkl. Schnittstellen für die Übermittlung in die kantonalen ERPs, eREGRESS (Verwaltung der Regresse) und non-eHGP (Kostengutspracheanfragen an Kantone ohne eHGP) zur Verfügung.

Vorteile der eHGP

  • Erhöhte Datenqualität dank sichergestellter Lesbarkeit und Vollständigkeit
  • Wesentlich schnellere Transportzeiten, insgesamt kürzere Bearbeitungszeiten
  • Besserer Datenschutz durch benutzer- und rollenabhängige Zugriffsrechte
  • Datenaustausch mit etablierten Standards und der Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien
  • Steigerung der Prozesstransparenz (Anzeige Bearbeitungsschritte)
  • Bessere Nachvollziehbarkeit der medizinischen und administrativen Antragsbearbeitung
  • Durchgängiger elektronischer Prozess inkl. Verrechnungs-/Faktura-Abwicklung (automatische Prüfung mit hinterlegtem Regelwerk)
  • Modularer Aufbau der Lösung, dadurch Teilnutzung von eHGP möglich
  • Datenstruktur entspricht den neuesten Vorgaben (z.Zt. XML 4.4)
  • Mehrsprachigkeit (D, F, I)
  • Serviceorientierte Architektur (SOA): einfache Anpassung an individuelle Anforderungen

EHGP für Leistungserbringer (Spitäler, Kliniken und Psychiatrien)

Für die Leistungserbringer ist eine zeitnahe Garantensicherheit bezüglich der Übernahme der Kosten (Anteil Kanton) durch den Kanton essentiell, damit er die Patientin oder den Patienten über allfällige finanzielle Folgen vor einer geplanten Hospitalisation aufklären kann. Die elektronische Übermittlung von Rechnungen an die Kostenträger (Kantone) reduziert zudem die Aufwände massiv.

Spezifische Vorteile für Leistungserbringer

  • Entlastung der Patientenadministration, interne Optimierung der Administrativprozesse
  • Gesicherte Finanzierung der Behandlungskosten vor Patienteneintritt
  • Elektronische Faktura-Übermittlung an kantonale Kostenträger
  • KoGu-Modul auch für Non-eHGP-Kantone nutzbar

eHGP für Departemente (Gesundheitsdirektionen)

Mit der neuen Spitalfinanzierung haben die mit der ausserkantonalen Hospitalisationen verbundenen administrativen Tätigkeiten (Bearbeitung der Kostengutsprachen, Prüfung der Rechnungen) stark zugenommen. Durch die elektronische Abwicklung der Prozesse werden die personellen Aufwendungen massiv reduziert.

Auch für Spitäler, welche im Kanton selbst ansässig sind, macht es Sinn, wenn die Rechnungs-stellung an die Kantone elektronisch und prüfungs-automatisiert abgewickelt werden kann.

Spezifische Vorteile für kantonale Gesundheitsdirektionen

  • Entlastung der zuständigen Dienststelle, interne Optimierung der Administrativprozesse
  • Zugriff für den Kantonsarzt über das Internet (von jedem Standort) möglich
  • Erhöhung der Leistungsqualität / Fehlerresistenz durch entscheidungsunterstützende Hilfsmittel (Historisierung, Protokollierung, Archiv)
  • Reduktion von personellem Aufwand bei der Antragsbearbeitung
  • Reduktion von personellem Aufwand bei der Zahlungsabwicklung an Leistungserbringer
  • Ergänzende Module für Regress und Abfragen des Einwohnerregister sind nutzbar
  • Schnelle Erstellung individueller Statistiken / Auswertungen

Die Module im Detail

eKoGu
Für Leistungserbringer kann mit diesem Modul die zeitnahe Garantensicherheit bezüglich der Übernahme der Kosten (Anteil Kanton) durch den Kanton eingeholt werden.

Für Departemente unterstützt dieses Modul die Abwicklung einer Anfrage (administrative Prüfung, Entscheid Kantonsarzt, Rückmeldung an Leistungserbringer mit Zusage/Ablehnung/Rückweisung).

eFAKTURA
Für Leistungserbringer kann mit diesem Modul die Übermittlung von elektronischen Rechnungen (per XML) abgewickelt werden. Die Einlieferung der Rechnungen an die Kantone erfolgt dabei über H-Net u/o MediData.

Für Departemente ermöglicht das Modul den Empfang und die automatische Überprüfung der elektronischen Einzel-Rechnungen, welche von den Leistungserbringern nach dem XML 4.4 Standard zugestellt werden. eFAKTURA verarbeitet Rechnungen mit entsprechend vorliegender Kostengutsprache wie auch Rechnungen ohne eine Kostengutsprache. Um eFAKTURA bei Kantonen zu nutzen, muss das Modul eERP aktiv sein.

eERP
Für Departemente bereitet dieses Module die für eine Auszahlung notwendigen Daten auf und übermittelt diese mittels Schnittstelle an das Kreditorensystem ERP (Enterprise Ressouce Planning).

eERP hat Schnittstellen zu folgenden ERP-Systemen im Einsatz: SAP, Abacus, newsystem, PCS – für weitere könnten Schnittstellen erstellt werden

eREGISTER
Für Departemente ermöglicht dieses Modul, die Kostenpflicht (Kostengutsprache und Rechnung) durch die Wohnsitzprüfung am kantonalen Einwohnerregister zu prüfen/bestätigen.

eREGISTER ist für folgende Lösungen im Einsatz: GERES, KEWR – für weitere könnten Schnittstellen erstellt werden.

eREGRESS
Für Departemente
eRegress verwaltet die regelbasierten und die von den Mitarbeitenden festgehaltenen Regresse und übermittelt die dafür notwendigen administrativen Daten an die Schaden Service Schweiz AG (SSS).

non-eHGP-Kantone
Für Leistungserbringer ermöglicht dieses Modul die Erstellung und Weiterleitung von KoGu-Anfragen auch an Kantone, welche nicht mit eHGP arbeiten.

Rollenkonzept

Für alle Module von eHGP sorgt ein durchgängiges Rollenkonzept für die Einhaltung der Datenschutzanforderung und ermöglicht so eine saubere Aufgabentrennung.

Zugang und Datenaustausch zu eHGP 

Einsatz Webclient: Der Zugriff auf den Webclient kann mittels HIN-Client oder SuisseID erfolgen. Der Webclient wird den Leistungserbringern kostenlos zur Verfügung gestellt.
Datenaustausch (KoGu u/o Fakturen) per XML, Standard Forum Datenaustausch: Der Datenaustausch erfolgt direkt aus dem Administrationssystem über die Intermediäre H-Net oder MediData mit der eHGP.

Kontakt

Kontakt eHGP