CSI Zürich: Abraxas unterstützt die Spurenleser

Das neu geschaffene Forensische Institut Zürich (FOR) ist ein kriminal- und unfalltechnisches Kompetenzzentrum mit internationaler Ausstrahlung. Es entstand aus der Fusion der entsprechenden Abteilungen von Kantons- und Stadtpolizei Zürich. Abraxas half bei der Zusammenführung der IT-Infrastrukturen und sorgt für deren Betrieb.

Seit Anfang März 2010 operieren die Kriminaltechnische Abteilung der Kantonspolizei Zürich und der Wissenschaftliche Dienst (WD) sowie der Wissenschaftliche Forschungsdienst (WFD) der Stadtpolizei Zürich als eine Organisation. Die Fusion ist die Folge einer von politischer Seite seit langem geforderten Reorganisation der Forensik auf dem Platz Zürich. Während sich die beiden Organisationen aus fachlicher Sicht hervorragend ergänzen, sollen künftig insbesondere die technische Infrastruktur und die Administration gemeinsam genutzt werden. Da die IT-Infrastruktur der Stadtpolizei Zürich seit 2012 vom IT-Kompetenzzentrum OIZ (Organisation und Informatik Zürich) der Stadt Zürich bezogen wird, das Forensische Institut jedoch in die IT-Infrastruktur der Kantonspolizei integriert werden sollte, waren dem Migrationsprojekt zeitlich sehr enge Grenzen gesetzt. Nur so konnte verhindert werden, dass der Wissenschaftliche Dienst und der Wissenschaftliche Forschungsdienst zunächst ins OIZ integriert werden, nur um schon bald darauf zur IT-Infrastruktur der Kantonspolizei zu wechseln.

Deren Infrastruktur wird seit Jahren von Abraxas betrieben. «Auch aus organisatorischer Sicht war eine Vereinheitlichung der IT dringend notwendig», ergänzt Marcel Seiler, Leiter Support und Administration FOR. «Die interne Kommunikation funktioniert mit zwei unterschiedlichen Infrastrukturen mehr schlecht als recht.» Als erste Verbesserungsmassnahme mussten deshalb den knapp 70 Mitarbeitenden der Stadtpolizei Kapo-Clients zur Verfügung gestellt werden. Dass die Forensiker bei der Fusion durchaus pragmatische Wege einschlagen, bewiesen sie bereits bei den Räumlichkeiten. So sind bereits heute Büros der Stadtpolizei mit Mitarbeitenden der Kantonspolizei besetzt und umgekehrt.

Unkompliziertes Vorgehen bei der Betriebsübernahme

«Um der schwierigen Situation des Kunden gerecht zu werden, haben wir rasch und unkompliziert Sofortmassnahmen eingeleitet und das Migrationsprojekt auch ohne formale Auftragserteilung eingeleitet», erklärt der seitens Abraxas zuständige Projektleiter Gerardo Rosamilia die Situation. Dabei waren zunächst bauliche Massnahmen nötig, um die bisherigen Arbeitsplätze des Wissenschaftlichen Dienstes und des Wissenschaftlichen Forschungsdienstes an das kantonale Datennetzwerk «Leunet» anzuschliessen. Danach wurden die Server des WD und des WFD ins Rechenzentrum von Abraxas verlegt, virtualisiert und in Betrieb genommen. Insgesamt übernimmt Abraxas damit die Betriebsverantwortung für rund 20 neue Applikationen, darunter beispielsweise die Schusswaffendatenbank. In den verschiedenen Labors des FOR kommen hochmoderne Untersuchungs- und Analysegeräte zum Einsatz, darunter beispielsweise ein Rasterelektronenmikroskop. Viele dieser Geräte funktionieren mit eigens entwickelten Softwarelösungen und sind mit der bestehenden Kapo-Infrastruktur nicht kompatibel. Deshalb mussten in einigen Fällen Zwischenlösungen gefunden werden. «Für die Betroffenen ist es natürlich schwierig, wenn sie sich nach langer Zeit an neue Arbeitsprozesse gewöhnen müssen. Das lässt sich im Zuge eines solchen Projektes aber gerade im Fall von Eigenentwicklungen kaum verhindern», sagt Marcel Seiler.

«Die Zusammenarbeit mit den AbraxasMitarbeitenden verläuft hervorragend. Der persönliche Umgang ist unkompliziert und Probleme werden umgehend gelöst.»

Marcel Seiler, Leiter Support und Administration FOR

Pragmatische Zusammenarbeit in hektischen Situationen

Da einige Server früher in die neue Infrastruktur integriert werden konnten als andere, mussten die rund 160 Mitarbeitenden des Forensischen Instituts Zürich – trotz des engen Zeitplans – nur kurzzeitig auf die relevanten Applikationen verzichten und zeitweise auf zwei verschiedenen Clients arbeiten. «Dass das Projekt so schnell und weitgehend problemfrei vorangetrieben werden konnte, ist insbesondere der pragmatischen Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen zu verdanken», sagt Gerardo Rosamilia. «Die Projektverantwortliche Patricia Steiger von der Kantonspolizei wie auch Robert Bürgisser und Urs Hilfiker vom Forensischen Institut Zürich haben als Team bestens harmoniert.» Dank des hervorragenden Teamworks können die 80 zusätzlichen Clients rasch in Betrieb genommen werden – nun bildet das Zürcher Forensikteam auch in Bezug auf die Infrastruktur eine Einheit.

Die Zusammenführung zu einer Organisation wird für das Forensische Institut grosse Auswirkungen haben. «Wir werden unsere IT-Dienstleistungen als externer Kunde beziehen, werden deshalb gezielter investieren können und bei der Entwicklung neuer Applikationen ein grösseres Mitspracherecht geniessen», so Marcel Seiler. Auch bei Personalentscheiden oder der Beschaffung von Labormaterial wird das Institut freier sein. Das mittelfristige Ziel der neuen Organisation steht für Marcel Seiler fest: «Unser Ziel ist es, ein führendes Institut für forensische Dienstleistungen in der Schweiz zu werden und in gewissen Bereichen auch weiterhin international an der Spitze zu stehen.»

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Guido Steiner
Guido Steiner
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