Implenia: «Wir haben Abraxas weiterempfohlen»

Das Schweizer Baudienstleistungsunternehmen Implenia hat die Abraxas Informatik AG mit dem Betrieb seiner Rechenzentren beauftragt. Auf Wunsch der Kundin wurde das Migrationsprojekt in der Hälfte der ursprünglich geplanten Zeit durchgeführt. Möglich wurde dies dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten – und einem Kraftakt übers Wochenende.

Implenia, das grösste Baudienstleistungsunternehmen der Schweiz mit über 6000 Mitarbeitenden und einem Umsatz von über 2,5 Milliarden Franken im Jahr 2011, hat den Betrieb seiner IT-Infrastruktur der Abraxas Informatik AG anvertraut. Der Auftrag umfasst den Betrieb von rund 70 Implenia-Servern, auf denen verschiedene Datenbanken und Applikationen laufen. Die Zusammenarbeit wurde über eine Laufzeit von vorerst vier Jahren vereinbart. Dabei hat sich die Abraxas in einer qualifizierten Ausschreibung gegen verschiedene namhafte Mitbewerber durchgesetzt und sowohl durch fachliche Kompetenz, als auch auf zwischenmenschlicher Ebene brilliert. «Natürlich haben auch die Kosten eine entscheidende Rolle gespielt», begründet Bruno Waeber, Leiter Versicherungen und Informatik bei Implenia den Entscheid. «Überzeugt haben uns jedoch die guten Referenzen der Abraxas und das grosse Fachwissen der Techniker.»

Migration in sechs Phasen

Nach der Auftragserteilung wurde das Projekt zur Betriebsübernahme auf die zweite Jahreshälfte 2011 angesetzt. Daten sowie virtuelle und physische Server mussten dazu von der Innerschweiz in die Abraxas-Rechenzentren nach St.Gallen, respektive Zürich transferiert werden. Insgesamt wurde für die Projektplanung und -durchführung inklusive Sicherheitspolster rund sechs Monate eingeplant. Der Move selber wurde in sechs Phasen eingeteilt:

  • In der ersten Phase wurde die Netzwerkinfrastruktur zwischen den Rechenzentren der Abraxas und den bisherigen Implenia-Rechenzentren aufgebaut.
  • Phase zwei diente dem Aufbau der virtuellen Server- Farm. Sie basierte anfänglich auf zwei Blade-Servern, welche redundant in den Rechenzentren in St. Gallen und Zürich gehostet wurden.
  • In der dritten Phase wurden die zu migrierenden virtuellen Server heruntergefahren, toolbasiert auf das Zielsystem bei Abraxas kopiert, angepasst und hochgefahren. Der physisch vorhandene Oracle-Datenbank-Server wurde nach der erfolgreichen Migration der virtuellen Maschinen ins Rechenzentrum von Abraxas transportiert.
  • Als nächstes folgten die Virtualisierung der physischen Serversysteme mittels VMware Converter und ihre Migration auf das Zielsystem. Dort wurden sie hochgefahren, vom Kunden getestet und schliesslich freigegeben.
  • Phase fünf beinhaltete den Umzug der Hardware. Vor dem Umzug der Serversysteme wurde entsprechend ein Backup-Datensatz erstellt. Pro Standort kam jeweils ein Migrationsteam zum Einsatz, das die Systeme nach dem Herunterfahren für den Transport ins neue Rechenzentrum vorbereitete. Die Aufteilung der Systeme auf die beiden Rechenzentren wurde analog zur bestehenden Lösung beibehalten. Am neuen Standort mussten danach die Daten in das Zielsystem übertragen und diverse Anpassungen vorgenommen werden.
  • Zuletzt erfolgte der Aufbau der neuen Firewall- und DMZ-Infrastruktur.

"Big Bang" vorgezogen

Gerade bei grösseren Projekten kommt am Ende oft alles ein bisschen anders, als zunächst am Schreibtisch geplant. Weil Implenia die Infrastruktur früher als erwartet in die Abraxas-Rechenzentren verschieben musste, standen statt der vorgesehenen sechs gerade mal drei Monate für den Move zur Verfügung. Doch das Projektteam liess sich durch den nun sehr ehrgeizig terminierten Zeitplan nicht verunsichern: «Die Zusammenarbeit mit den Abraxas-Mitarbeitenden hat zu jedem Zeitpunkt gut funktioniert. Gemeinsam haben wir die notwendigen Lösungen erarbeitet und umgesetzt », sagt Robert Mastelic, IT-Projektleiter Implenia. Besonders heikel war dabei der sogenannte «Big Move», das Wochenende also, an dem rund 48 der insgesamt 74 physischen Server verlegt wurden. Fast ohne Pause waren die involvierten Abraxas- und Implenia-Mitarbeitenden während dreier Tage und Nächte im Einsatz und konnten schliesslich Vollzug melden. «Alle Beteiligten haben unsere volle Anerkennung verdient. Insbesondere diejenigen, die am Wochenende bis zum erfolgreichen Ende des Vorhabens durchgehalten haben», resümiert Jorge Nieto, Projektleiter Abraxas. Das sieht auch Bruno Waeber so: «Wir würden Abraxas jederzeit weiterempfehlen und haben das bereits gemacht.»