APZ - Der Arbeitsplatz der Zukunft

Die automatisierte Bereitstellung, Erbringung und das Monitoring von standardisierten IT Leistungen machen es möglich, mit einem jederzeit aktuellen Inventar und laufend gemessenen Leistungsdaten die Vereinbarungen zwischen Dienstleister und Kunde zu messen. Weitere Vorteile und neue Möglichkeiten der APZ-Infrastruktur sind:

  • Bei Bedarf können die Betriebskosten nutzungsbasiert und transparent intern weiterverrechnet werden.
  • Die Lizenzierung der eingesetzten Werkzeuge ist jederzeit auf dem aktuellen Stand und kann departementsübergreifend optimiert werden.
  • Die organisatorische Veränderungsfähigkeit innerhalb der kantonalen Verwaltung wurde erhöht. Dank virtualisierter Dateisysteme, zentralem Identitätsmanagement und Benutzerdaten ohne Organisationsbezug sind personelle und organisatorische Wechsel einfach umzusetzen.
  • Das Self-Service-Portal vereinfacht Bestellungen und erlaubt, IT-Services auch nur für eine bestimmte Zeitspanne zu nutzen und zu bezahlen.
  • Die APZ-Architektur erlaubt es den Ämtern, geschäftsspezifische Anforderungen und Prozesse zu realisieren. Ausserdem werden flexiblere Arbeitsweisen und -modelle ermöglicht, beispielsweise der mobile Einsatz vor Ort, Home Office oder Desk Sharing.

APZ 2015: Komplexe Organisationen verlangen nach einer flexiblen IT-Infrastruktur

Mit Unterstützung der Abraxas Informatik AG hat der Kanton St. Gallen die komplette Arbeitsplatzinfrastruktur erneuert. Der Arbeitsplatz 2015 basiert auf einer Private Cloud und besticht durch gute Performance, Flexibilität sowie einen hohen Automatisierungsgrad. Heute verfügen die Ostschweizer über eine der modernsten und leistungsfähigsten IT-Infrastrukturen der Schweiz.

Kantonsverwaltungen erbringen eine Vielzahl verschiedener Dienstleistungen für ihre Bürgerinnen und Bürger und die Wirtschaft. Dazu sind sie auf zuverlässige und flexible IT-Werkzeuge angewiesen. Die alte Basisinfrastruktur des Kantons St. Gallen wurde diesen Anforderungen nicht mehr gerecht. Deshalb hat der Dienst für Informatikplanung des Kantons St. Gallen 2013 eine Ausschreibung zur Einführung des Arbeitsplatzes 2015 (APZ 2015) lanciert.

"Mit dem Projekt verfolgten wir drei übergeordnete Ziele", erklärt Robert Schneider, CIO des Kantons St. Gallen. "Zum Ersten wollten wir den Departementen eine zuverlässige Infrastruktur anbieten, die den unterbruchsfreien Betrieb ihrer Geschäftsapplikationen gewährleistet. Zum Zweiten sollte die Infrastruktur die Aspekte Flexibilität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit optimal verbinden. Und zu guter Letzt soll APZ den Departementen und den Mitarbeitenden des Kantons einen möglichst individuellen Einsatz ihrer IT-Mittel erlauben." Im Vergleich zur bisherigen Lösung stellt APZ die Basisdienstleistungen deutlich kostengünstiger zur Verfügung und befreit damit sowohl menschliche als auch finanzielle Ressourcen, die zur Optimierung von Arbeitsprozessen und damit zur Bereitstellung von E-Government-Angeboten eingesetzt werden können. "APZ 2015 entkoppelt die Hardware von Prozessen, Fachanwendungen und Betriebssystemen. Für eine Organisation wie den Kanton St. Gallen wird es dadurch einfacher, Standardservices an einen externen Dienstleister auszulagern und sich auf geschäftsspezifische IT-Anforderungen zu konzentrieren", so Robert Schneider.

Robert Schneider, CIO des Kantons St. Gallen
«APZ 2015 entkoppelt die Hardware von Prozessen, Fachanwendungen und Betriebssystemen»
– Robert Schneider, CIO des Kantons St. Gallen

Eine standardisierte Plattform für individuelle Bedürfnisse

"Mit APZ 2015 macht der Kanton St. Gallen einen grossen Schritt hin zur service- respektive anforderungsorientierten IT-Infrastruktur", beschreibt Erwin Ochsner, Projektleiter bei Abraxas, die Herausforderung. "Der Kunde interessiert sich nicht mehr dafür, welche und wie vieleServer im Rechenzentrum stehen. Er formuliert vielmehr ein Bedürfnis und erwartet, dass dieses mit der bestehenden Lösung befriedigt werden kann."

Mit der APZ-Infrastruktur wurde also eine Plattform geschaffen, auf der die Departemente ihren Mitarbeitenden die für ihre Aufgaben notwendigen IT-Werkzeuge bereitstellenkönnen. Um den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden und gleichzeitig möglichst kostengünstig zu sein, muss eine solche Plattform aus standardisiertenElementen bestehen, einen möglichst hohen Automatisierungsgrad aufweisen und einen geräteunabhängigen Zugriff auf die notwendigen Daten erlauben. Die drei Hauptelemente von APZ 2015 bilden daher eine Private Cloud, ein Self-Service-Portal und die eigentlichen Clients, mit denen die Anwenderinnen und Anwender arbeiten.

Die Private Cloud
Die Grundlage von APZ 2015 bildet eine redundante Private Cloud, die in zwei schweizerischen Rechenzentren betrieben wird. Die Cloud-Architektur erlaubt es, rasch auf sich verändernde Ansprüche hinsichtlich der Performance reagieren zu können und beispielsweise zusätzliche Rechenleistung oder Speicherressourcen bereitzustellen. Ausserdem können beide Rechenzentren den Betrieb der gesamten Infrastruktur sicherstellen, wodurch die Ausfallsicherheit verbessert wird.
Das Self-Service-Portal
Über das elektronische Self-Service-Portal können die Departemente respektive die Mitarbeitenden selber Bestellungen oder Fehlertickets aufgeben und die Aufträgein Echtzeit überwachen. Dank der automatisierten Bereitstellung ist beispielsweise ein neuer Arbeitsplatz innert weniger Minuten einsatzbereit oder die neue Softwareinstalliert. Neben Standardanwendungen wie Office- oder Kommunikations-Lösungen werden departementsspezifische Anwendungen auf diese Art und Weise bereitgestellt.Die Ämter können dadurch selbstständiger agieren und entlasten die IT-Verantwortlichen in den Departementen.
Die Clients
Mit APZ können Anwenderinnen unabhängig vom genutzten Endgerät oder von ihrem Standort auf ihre vertrauten Anwendungen und Daten zugreifen. Dies ist ohne Zusatzinstallationen oder zusätzliche Kosten möglich. Von ihrem Büroarbeitsplatz aus greifen die Mitarbeitendendirekt auf die APZ-Services zu. Unterwegs erfolgt der Zugriff mittels Laptop via DirectAccess und vom heimischen Gerät aus über einen virtuellen Client. Auch derZugriff mit Smartphone oder Tablet ist möglich. Die Anwenderinnen und Anwender profitieren unabhängig von Ort und Gerät von einer identischen Arbeitsplatzumgebung und können ihre Aufgaben effizient erledigen.

"Mit APZ 2015 haben wir alle Barrieren aus dem Weg geräumt, welche die alte Infrastruktur den Departementen bei der Umsetzung ihrer IT-Vorhaben in den Weg gestellt hat", ist Robert Schneider überzeugt. "Es liegt jetzt an ihnen, die neuen Möglichkeiten zu nutzen." Tatsächlich hat der Kanton St. Gallen ein sehr ambitioniertes Projekt erfolgreich umgesetzt. Mit über 4000 Anwenderinnen und Anwendern und einem derart hohen Automatisierungsgrad sei APZ etwas Einzigartiges, ist Erwin Ochsner überzeugt. "Das hat es in dieser Form in der Schweiz bisher nicht gegeben."

Schneller, flexibler, sicherer: Auch der Regierungsrat des Kantons nutzt die neuen Möglichkeiten in der Informatik.