Für die Bereitstellung des bestmöglichen Service verwenden wir Cookies. Mit der Nutzung der Website erklären Sie sich mit dem Einsatz einverstanden. Zur Datenschutzerklärung

Die im Jahr 2018 vollzogene Fusion der Abraxas mit der VRSG entwickelt sich weitestgehend wie geplant. Im ersten Geschäftsjahr nach der Fusion führten allerdings Verzögerungen bei Projekten im Geschäftsbereich Steuern zu Mehrkosten, die zusätzlich zu den geplanten Integrationskosten verkraftet werden mussten. Dies führte im Berichtsjahr zu einem operativen Verlust von 10,7 Mio. Franken. Bereits für 2019 erwartet Abraxas aufgrund eingeleiteter Massnahmen jedoch eine wesentliche Verbesserung des operativen Ergebnisses. Neben dem ersten Geschäftsabschluss nach der Fusion ist für die Abraxas-Generalversammlung vom 22. Mai 2019 ein Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrats traktandiert.

Der Zusammenschluss der Verwaltungsrechenzentrum AG St.Gallen (VRSG) und der Abraxas Informatik AG zu einem Unternehmen wurde auf Anfang 2018 formell vollzogen. Das erste Geschäftsjahr der neuen Abraxas stand ganz im Zeichen der Fusion. Der Nettoerlös der Abraxas Gruppe aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 182,6 Mio. Franken. Verglichen mit konsolidierten Zahlen der beiden Vorgängerunternehmen gelang somit eine Umsatzsteigerung um rund 2 Prozent. Dem gegenüber steht ein operativer Verlust von 10,7 Mio. Franken (konsolidierter Vorjahresverlust: 2,0 Mio. Franken).

Massnahmen zur Verbesserung des operativen Ergebnisses eingeleitet

Das Ergebnis ist auf drei wesentliche Einflussfaktoren zurückzuführen. Zum einen entwickelten sich 2018 einige laufende Projekte im Steuerbereich nicht wunschgemäss. Hier haben der Verwaltungsrat und das Management bereits im Berichtsjahr gezielte Massnahmen zur Stabilisierung ergriffen. Weiter schlugen die Kosten für das Integrationsprojekt im Zusammenhang mit der Fusion mit 4,2 Mio. Franken zu Buche. Und als dritter Einflussfaktor führte die mit der Fusion umgestellte Rechnungslegung zu zusätzlichen Abschreibungen. Dennoch schliesst Abraxas das Geschäftsjahr 2018 als gesundes Unternehmen mit einer stabilen Bilanz ab: Ausdruck davon sind die Eigenkapitalquote von 30,6 % und eine starke Liquidität von 27,0 Mio. Franken. Für Kunden und Mitarbeitende sichert dies die erwünschte Kontinuität. Ende 2018 waren 831 Personen bei der Abraxas Gruppe tätig.

«Der Fusionsprozess gestaltete sich anspruchsvoller als erwartet. Dennoch sind die Integrationsarbeiten auf Kurs und werden bereits 2019 auch finanziell die erwünschte Wirkung zeigen», kommentiert Verwaltungsratspräsident Eduard Gasser das Geschäftsjahr 2018 der Abraxas. «Dank der bereits Ende 2018 eingeleiteten Massnahmen zur Kostenreduktion und zur Steigerung von Effizienz und Qualität in Abläufen und Leistungserbringung erwarten wir für 2019 eine wesentliche Verbesserung des operativen Ergebnisses.»

Wechsel im Verwaltungsrat anlässlich Generalversammlung

Der bisherige Verwaltungsratspräsident der Abraxas und davor langjährige Verwaltungsratspräsident der VRSG tritt an der Generalversammlung vom 22. Mai 2019 aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl an. Die übrigen Mitglieder des Verwaltungsrats stellen sich wieder zur Wahl und schlagen dem Aktionariat Dr. Matthias Kaiserswerth, bereits seit 2017 Mitglied des Gremiums, als neuen Verwaltungsratspräsidenten zur Wahl vor. Die damit entstehende Lücke im Verwaltungsrat soll durch die Wahl von Frau Dr. Eliane Egeli geschlossen werden.

Dr. Matthias Kaiserswerth
Matthias Kaiserswerth (1956), dipl. Informatiker und Master of Science in Computer Science, mit Doktor-Titel, ist Deutscher und Schweizer Staatsbürger und wohnhaft in Richterswil (ZH). Er gehörte seit 2017 dem Verwaltungsrat der früheren Abraxas an und wurde vor Jahresfrist in den Verwaltungsrat der neuen Abraxas Informatik AG gewählt.
Matthias Kaiserswerth ist seit 2015 Geschäftsführer der Hasler Stiftung (Bern), einer anerkannten Institution zur Förderung der Informations- und Kommunikationstechnologie zum Wohl und zum Nutzen des Denk- und Werkplatzes Schweiz. Darüber hinaus präsidiert er die Technische Gesellschaft Zürich sowie den Institutsrat des eidgenössischen Instituts für Metrologie (METAS) und ist u.a. Mitglied der Schweizerischen Akademie für Technische Wissenschaften. Bis 2015 hatte er während über zwanzig Jahren leitende Positionen bei IBM inne, wo er hauptsächlich auch als verantwortlicher Leiter der Forschung (IBM Research) in der Schweiz und Europa tätig war.
Matthias Kaiserswerth weist eine langjährige Managementerfahrung sowie vertiefte Kenntnisse im ICT-Umfeld aus. Er verfügt über ein ausgeprägtes Interesse und Verständnis für das transformative Potenzial von IT im Umfeld von Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen. Damit stellt er eine ideale Besetzung des VR-Präsidiums dar, insbesondere in der aktuellen Situation, in der eine für die Zukunft von Abraxas erfolgreiche strategische Positionierung des Unternehmens im Vordergrund steht.

Dr. Eliane Egeli
Eliane Egeli (1957) ist Schweizer Staatsbürgerin und wohnhaft in Niederteufen (AR). Als dipl. Natw. ETH und Dr. sc. Techn. ETH verfügt sie über Studienabschlüsse in den Fachrichtungen Biologie einerseits und Elektrotechnik anderseits. Überdies absolvierte sie eine Zusatzausbildung in Total Quality Management Systems.

Eliane Egeli ist Gründerin, CEO und Delegierte des Verwaltungsrates der EGELI Informatik AG (St.Gallen). Die EGELI Informatik AG ist spezialisiert auf die Entwicklung von Business-Softwarelösungen sowie den Betrieb von Rechenzentren und das IT-Outsourcing. Eliane Egeli ist überdies Verwaltungsratspräsidentin der Creditreform EGELI Zürich AG und Verwaltungsrätin der Creditreform AG, die beide dem Schweizerischen Gläubigerverband Creditreform angehören. Mit ihrer Managementerfahrung auf operativer und strategischer Ebene sowie ihren vertieften Fachkenntnissen in Softwareentwicklung und Projektführung ergänzt Eliane Egeli den Verwaltungsrat der Abraxas optimal.

Downloads